Bucket Lists – warum eigentlich?

Wie ich immer wieder festgestellt habe, geht bei mir nichts ohne Listen. Sei es früher (5. und 6. Klasse) das Zimmer aufräumen und überhaupt mal aufstehen gewesen oder bis vor kurzem noch das Vorbereiten auf eine meiner Prüfungen. Ich habe nichts aber auch wirklich gar nichts auf die Reihe bekommen, wenn ich mir keine Liste geschrieben und ein Zeitlimit gesetzt habe. Woran das wohl lag und (ja; noch immer) liegt fragst du mich?

Entweder ich bin faul oder leicht ablenkbar würde meine Mutter vermutlich jetzt sagen 😉 und vielleicht hätte Sie da in so manchem Fall nicht mal unrecht…mal ehrlich, wer putzt schon gerne Bad oder lernt, wenn draußen bestes Wetter ist? Und Meister im hinauszögern war ich damals auf jeden Fall. Hat natürlich nie etwas gebracht, auch wenn ich mir das jedes Mal einegeredet habe.

Heute liegt es aber an etwas anderem. Nicht, dass ich mich nicht konzentrieren könnte, wenn ich wollte…denn wie mein Mitbewohner und guter Freund gerne sagt “alles nur eine Frage des Willens”….wer hört diesen Satz genauso gerne wie ich? Bitte einmal die Hände heben, ja, beide, denn doppelt hält bekanntlich besser.

Nein, auch daran liegt es nicht. Aber es gibt eine Sache, da werdet Ihr mir zustimmen, die jeder so sehr liebt wie ich. Und zwar zu sehen, wie die gesetzten Punkte weniger werden. Und nein, für die “das-Glas-ist-halbleer-Sager” unter euch – das gilt nicht nur bei Listen auf denen nerviges steht.

Sagen wir mal, meine Standardliste sieht alle paar Tage/Wochen ungefähr so aus (mit ein paar Abweichungen):

  • WG saugen und wischen
  • Wäsche machen
  • Müll raus
  • Bett frisch beziehen
  • Papierkram erledigen
  • Bad und Küche putzen   etc…. Ihr versteht worauf ich hinaus will, richtig? Ist doch angenehm, wenn eine der nervigen Aufgaben nach und nach abgehakt werden kann.

Aber auch eine Bucket List mit schönen Dingen, Sachen die Spaß bereiten und die man gerne tut arbeitet man doch irgendwann gerne mal ab, oder nicht? Hatte ich als Kind den Wunsch später einmal nach Japan zu reisen, kann ich endlich stolz sagen, den Punkt habe ich erledigt und jede einzelne Sekunde mit jeder Faser meines Seins genossen.

Oder auch eine DINA4 Seite voller Dinge die ich zwischen 2016 und 2020 machen wollte bin ich am abarbeiten. Diese hatte ich verfasst, als mir in Kolumbien klar wurde, dass ich doch tatsachlich Deutschland vermisse. Kurzum, ich hatte begonnen eine Liste mit allem zu schreiben das ich tuen wollte, wenn ich zurück war und genug Zeit und Geld hatte.

Das sind kleine Sachen wie z.B. einen kleinen Basilikum zu züchten. Diesen Punkt habe ich sogar fast ganz abgehakt, leider ging er ein als er endlich richtig groß war. Oder mit meiner Freundin nach Italien, Spanien und England zu fliegen…ist noch nicht passiert bisher. Was sagst du Marie, wollen wir das nächstes Jahr mal in´s Visier nehmen? Ich wäre ja dafür!

Wenn ich das abhaken auf diesen Bucket Lists nicht als Zeitverschwendung sehe, sondern viel mehr als Punkte die ich von Wunsch in Realität und Erfahrung umwandeln konnte, klingt das ganze doch schon wieder wundervoll oder nicht? Denn jetzt habe ich wieder Freiraum um mir neue Ziele zu suchen. Neue Listen zu verfassen und neue Erfahrungen zu machen!! 🙂

 

Woran liegt es also, dass ich so richtig effiezient erst mit einer Liste arbeiten kann? Höchstwahrscheinlich ist der simple Grund einfach wirklich, dass ich Punkte abhacken und weitere Listes machen möchte. Wer von euch versteht das und stimmt mir zu? Lasst uns unsere lustige Obsession also füttern und pflegen!

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