Die erste richtige Erkenntnis

Japanischer Garten München

8. August 2018

 

Es ist genau 12:07 Uhr am Mittag, ich sitze in der Arbeit und mir geht gerade das erste Mal auf, dass ich in genau 14 Tagen in das Abenteuer meiner Träume aufbrechen werde.

8 lange Jahre voller Sehnsüchten, Träumereien und vor allem dieses lange Warten.

Und dann ist es endlich so weit.

Japan. Und das für wundervolle, lange 5.5 Wochen. Die wahrscheinlich wieder viel zu schnell um sein werden. Das kennt man ja. Kaum angekommen und “eingelebt”, geht es auch schon wieder heim. Mit einem Koffer voller toller Erinnerungen, neuen Eindrücken und dem Hunger nach mehr.

Aber erstmal genieße ich jede noch so kleine Sache, die ich vorher noch erledigen muss und möchte. Schließlich bringt mich jede erledigte Sache meiner Japanreise ein kleines Stückchen näher. Und seien wir mal ehrlich. Reisen planen macht doch immer Spaß. Insbesondere, wenn man auch sicher weiß, dass man diese tatsächlich antreten wird und es keine Träumerei bleibt. Und ich persönlich liebe es, auf meinen Listen zu sehen, wie fleißig Punkt für Punkt abgearbeitet wird und ich einen Haken setzen darf.

Mit Auslandsjahr, einer stressigen und nervenaufreibenden Prüfungsphase und knapp 2 Jahren Ausbildung, während derer ich 6 Tage die Woche geschuftet, gelernt, gejammert und geträumt habe, ist die Zeit des Wartens nun endlich ebenso bestanden, wie meine Abschlussprüfung zur Patentanwaltsfachangestellten. Einem Start in das richtige Berufsleben steht nun also eigentlich nichts mehr im Weg. Oder etwa doch?! Ich weiß ja nicht wie es anderen geht, aber mein Kopf und mein Herz verdrehen bei diesem Gedanken nur ungläubig die Augen. Sagen mir, was ich eigentlich schon längst erkannt habe. “Alexis, du hast lange genug gewartet, die Chance so lange am Stück zu verreisen, bekommst du so schnell nicht wieder!” … und ich stimme voll und ganz zu.

Denn mehrere Pläne für 2, dann für 3 und letzten Endes für 4 Wochen zu verreisen, fielen aus den verschiedensten Gründen wieder in´s Wasser. Und ich in ein klitzekleines Loch der Lustlosigkeit. Bis ich mir sagte, wenn ich diese Ausbildung durchhalte und bestehe, verdiene ich es auch mir endlich meinen Wunsch zu erfüllen.

Gesagt, getan!

Und mir nichts dir nichts, saß ich dann vor 3 Monaten am Computer und habe nach monatelangem recherchieren und bangen, ob auch wirklich alles klappen würde, meinen Flug gebucht. Für “schlappe” 800-noch was €…

Danach ging es Schlag auf Schlag.

Nachdem ich aus reiner Sehnsucht bereits seit langem immer wieder sämtliche Reiseforen, Buchungswebseiten, Hotelseiten und vieles mehr durchforstet hatte, wusste ich genau was ich suche. So hatte ich in kürzester Zeit sämtliche Städte, Präfekturen und Orte herausgesucht, die ich unbedingt besuchen möchte. Und anschließend kamen die Hostels und Hotels dran, in denen ich schlafen würde. Hier habe ich eher praktisch gedacht.

Denn lieber zahle ich etwas weniger für ein Hotel und buche mir ein kleines Hostelzimmer, kann dafür dann aber auch mehr unternehmen. So muss ich mich bei Eintritten und ähnlichem nicht mehr ganz so sehr zurückhalten. Wer dreht schon gerne jeden Cent 2x um, wenn Er/Sie auf Reisen ist? Ich nicht!

Tatsächlich lief es darauf hinaus, dass ich einige sogenannte “Capsule Hotels” gebucht habe. Ein Lob und Dank an alles, dass ich NICHT an Klaustrohobie leide. Dass Unternehmen wäre sonst keine total lustige und günstige, sondern vielmehr schreckliche Erfahrung geworden. So aber werde ich es mir (vermutlich) in diesen kleinen Kapseln bequem machen und meinen Schlaf genießen (zu dem ich hoffentlich überhaupt kommen werde, es gibt einfach zu viel zu entdecken)!

Jetzt aber werde ich erstmal die Zeit der Vorfreude genießen 🙂

 

Ich hoffe, ihr fühlt euch als würdet Ihr mich auf meiner großen Reise begleiten und wünsch euch genauso viel Spaß wie mir selber,

 

eure Lexa

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